Fei Liu
Form folgt Gewohnheit

Die menschlichen Gewohnheiten sind verschiedenartig. Manche von ihnen vermögen es, sich mit ihrer Umgebung sowie den Objekten gegenseitig zu beeinflussen, manche nicht. Es ist eine Art Kreislauf und gleichzeitig Basis menschlichen Fortschritts. Ein Beispiel: Manche Menschen „Kippeln“ gern auf dem Stuhl. Diese Gewohnheit führt über längere Zeit zur Abnutzung und mindert wiederum das „normale” Sitzen. Die klassische chinesische Philosophie lehrt, dass harmonische Beziehungen zwischen Mensch und Gegenstand sehr elementar sind und vorhandene Widersprüche aufgelöst werden sollten. Entweder durch die Veränderung menschlicher Gewohnheiten, oder durch Veränderung des Gegenstandes.

Lesen auf der Toilette

Moderne Toiletten bieten helles Licht, saubere Luft und Ungestörtheit. Ergo: Ein guter Ort zum Lesen. Wohin aber mit den Lektüren, die man dort liest? Zur Lösung dieses „unharmonischen“ Faktors hat die Designerin die Halterung für das Toilettenpapier so verändert, dass auf ihr auch einige Zeitschriften und Zeitungen Platz finden.

Pflanzen und Wasser

In Ihrem Entwurf „Pflanzen und Wasser“ löst sie das „Ungleichgewicht” des gewohnten Gießens durch das Hinzufügen eines Wassergefäßes am Blumentopf auf. Dieses Reservoir versorgt – bedingt durch den Kapillareffekt – die Pflanze kontinuierlich und ausreichend mit Wasser.


Betreuung
Prof. Barbara Tietze
Prof. Achim Heine
Dipl.-Des. Frank Steinert

Kontakt
millet@hotmail.de

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