Felipe Ascacibar
Pyramid

Inspiriert vom Roman „Le Petit Prince“ von Antoine de Saint-Exupéry, in dem die Wahrnehmung eines erwachsenen Menschen mit der eines Kindes verglichen und dadurch auch in Frage gestellt wird, hinterfragte Felipe Ascacibar die Grundsätze unserer visuellen Wahrnehmung. Dazu reduzierte er die sichtbare Information auf das Wesentliche: schwarz-weiß, on/off, 1/0. Einer weitgreifenden Recherche in den Bereichen Philosophie, Psychologie, Gestaltung und Kunst folgte eine intensive Phase von Experimenten, die sich vor allem mit der Erkennbarkeit von Gegenständen beschäftigte.

Dabei entstanden Ansätze für neue Bezüge zwischen Raum und Gegenstand bzw. Hülle und Form sowie Licht und Schatten. Wie weit lassen sich bekannte Formen abstrahieren? Welche Charakteristika müssen überleben? Was geschieht bei der Kreuzung bekannter Einzelteile und wie liest unser Gehirn solche Bilder bzw. Gegenstände? Können wir unvoreingenommen sehen?

Letztendlich ist dabei die Fliese »Pyramid« entstanden. Mit einer Seitenlänge von 175 mm und einer maximalen Erhebung von nur 4 mm (zur Außenkante), ist bei einem weichen Umgebungslicht nur die quadratische Grundform sichtbar. Umso ausgerichteter die Lichtquelle jedoch ist, desto stärkere Schatten entstehen, was wiederum eine größere Tiefenwirkung zur Folge hat. Durch die Asymmetrie der Fliese lassen sich wahlweise gleichmäßige oder willkürliche Strukturen erzeugen. Die Prototypen sind aus Dykerhoff Flowstone – einem hochdichten, reinweißen und fließfähigen Beton – hergestellt und erlauben auch die Nutzung für Fassaden im Außenraum.


Betreuung
Prof. Axel Kufus
Prof. Holger Neumann
Dipl.-Des. Wilm Fuchs

Kontakt
felipe@lazylounge.com

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