• Cerametrics – Parametric Ceramics

    Bachelorarbeit von Daniel Valencia Ferrà

    Durch die voranschreitende Digitalisierung verändert sich auch die Art, wie traditionelle Materialien, die bislang per Hand geformt, auf der Drehscheibe modelliert oder gegossen wurden, in der industriellen Produktion in Form gebracht werden. Für die Produktionsprozesse keramischer Stoffe wie Ton, Irdenware, Steinzeug und Porzellan öffnet sich ein neuer Weg: Die Vernetzung unserer Gesellschaft mitsamt dem erleichterten Zugang und der rasante Verbreitung von Informationen erlaubt es Makern, Projekte durch das Zusammensetzen verschiedener Wissensbausteine aus unterschiedlichen Quellen zu realisieren und mit komplexer High-End-Technologie zu konstruieren sowie zu personalisieren.

    Sora: Der 3D-Drucker für keramische Masse entsprang der Idee, den 3D Druckprozess zum Experimentieren mit Prototypen zugänglich und kontrollierbar zu machen. Die Art, wie sich das Material in Schichten aufbaut, generiert neue Morphologien die sich von traditionellen keramischen Prozessen unterscheiden. Inwiefern können die dabei entstehenden Materialeigenschaften funktionale Verwendung finden und andere industrielle Bereiche bereichern?

    Um zu definieren, nach welchem Muster sich der Ton folgt, wurde sich für parametrische Modellierung entschieden. Die Bewegung der Druckdrüsen wird dabei von verschiedenen Algorithmen und Skripten bestimmt. Dass sich gedruckte Resultate manchmal entscheidend vom urpsrünglichen, computergenerierten Design unterscheiden ist der Verbindung von menschlicher Intention und den Möglichkeiten der computergesteuerten und mechanischen Technik geschuldet.

    Dieser sich wiederholende Prozess in dem menschliche Fähigkeiten und Technologien aufeinandertreffen bildet die Grundlage der Cerametrics: ein digitaler Zugang zum Handwerk.

    17. November – 19. Januar 2018, 24/7
    Aussenvitrine, UdK Berlin, Einsteinufer 43