• lili #3 – UdK-Gestalterinnen-Preis

    Der lili-Preis ist eine Auszeichnung für Absolventinnen mit dem Ziel der Frauen- und Nachwuchsförderung an der UdKBerlin. Die Preisträgerinnen erhalten die Möglichkeit, im nächsten Semester einen Workshop an der UdK zu gestalten. Damit geben sie einen Einblick in ihre Arbeit und sammeln erste Lehrerfahrungen.

    Ausstellungseröffnung und Preisverleihung: Mittwoch, 8. Dezember 2004, 18 Uhr
    Öffnungszeiten Ausstellung: 8. Dez. 2004 – 12. Januar 2005

    Preisträgerinnen sind Britt Dunse (Visuelle Kommunikation), Birgit Jobst (Produktgestaltung), Stefanie Koch (Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikaton), Urda Kuhn (Bekleidungsgestaltung), Julia Sophie von Mende (Architektur) und Juliane Zelwies (Experimentelle Mediengestaltung). Die Kommission Gender und Kultur derUdK Berlin vergibt einen Sonderpreis “Gender -Studies” für eine herausragende kulturell relevante Abschlussarbeit an Louise Berg (Experimentelle Mediengestaltung).

    Zusätzlich werden die Abschlussarbeiten von Nancy Arlt (Visuelle Kommunikation), Annelie Franke (Visuelle Kommunikation) und Christina Kuhnert (Textilgestaltung) ausgestellt.

    Die prämierten Arbeiten:

    “Norden” Britt Dunse, Film aus Super 8, 2D und 3D Collagen, 7,15 min
    “Norden” ist ein Origamifilm. Eine Liebesgeschichte in Post-its und Konfetti. Zwischen Träumen und Schnipseln ereignen sich Szenen des Alltags in einer Welt aus Papier.„Now I wait, hoping for another miracle to come”; oder über die Schwierigkeit Nähe auszuschneiden.

    “use two” Birgit Jobst, fünfteiliges Porzellanservice
    “use-two” besteht aus fünf Teilen. Jedes Teil des Services ist von beiden Seiten auf unterschiedliche Weise nutzbar: morgens Milchkaffee, abends Tapas! Das Service steht für junge, aber anspruchsvolle Tischkultur und lässt Raum für phantasievolles Gestalten – es bietet fünf mal zwei individuelle Kombinationsmöglichkeiten. Die Königliche Porzellan Manufaktur (KPM) in Berlin unterstützte das Projekt.

    “Seminarhaus in Wien – Kulturimport?” Julia Sophie von Mende, Architektur-Entwurf
    Die Arbeit setzt sich mit dem wachsenden Interesse an Spiritualität auseinander.  Es wird vorgeschlagen, auf dem Dach des bestehenden Hauses des Buddhistischen Zentrums in Wien ein Seminargebäude entstehen zu lassen. Darin sind eine Bibliothek, ein Meditationsraum und ein tibetischer Gebetsraum vorgesehen. Die drei Funktionen liegen entlang eines Wandelgangs. Er ist typisches Merkmal buddhistischer Klöster und grenzt das heilige „Innere“ von der Außenwelt ab.

    “Der Brainstorm 2004” Juliane Zelwies, Installation
    Warten – Schreiben – Schneiden + Kleben – Sortieren – Diktieren. Das Projekt „Der Brainstorm” basiert auf der persönlichen Auseinandersetzung mit dem kreativen Schaffensprozess. Die Arbeit behandelt explizit das Thema der künstlerischen Blockade. Äußere und innere Zwänge, aber auch konkrete Aspekte wie die oftmals prekäre finanzielle Situation des Künstlers werden ebenso thematisiert wie der materielle und ideelle Wert von Ideen.

    “Leibspeisen” Urda Kuhn, Modekollektion
    Die Dokumentation umfasst die Themen Ess- und Bekleidungskultur, in deren Mittelpunkt der menschliche Körper steht. In 14 Kapiteln werden Zusammenhänge und Parallelen dazu dargestellt. Die Inspirationen zur Lösung der gestalterischen Aufgabe wird der Tischkultur entnommen: die Kollektion ist ein visuelles Menü, inspiriert von den Romanen von Tania Blixen. Insgesamt sind sieben Outfits entstanden.

    “Multiple Autorschaft – Künstlerische Produktionsformen jenseits des Genie-Kultes?” Stefanie Koch, Schriftliche Arbeit
    Sind Künstlerzwillinge dazu prädestiniert, multiple AutorInnen zu sein und innovative Kunst jenseits des Genie-Kultes zu schaffen? Neben einer theoretischen Auseinander-setzung mit der traditionellen und postmodernen Figur des Künstlers als Genie beschäftigt sich die Arbeit mit dem „Jenseits“ des Genies, der multiplen Autorschaft. Sechs Interviews mit Künstlerzwillingspaaren geben überraschende Einsichten.

    lili wurde 2002 von den nebenberuflichen Frauenbeauftragten der Fakultät Gestaltung initiiert und mit Mitteln der Frauenförderung ermöglicht.