• London Calling #3

    Conny Freyer, TROIKA art+design group, London

    Troika ist ein multidiziplinäres Designtrio, gegründet 2003 von Conny Freyer, Eva Rucki und Sebastien Noel, die sich während ihres Studiums am Royal College of Art kennenlernten.
    Reduziert, spielerisch und provokativ kombinieren sie in ihren Projekten Kommunikations- und Produktdesign sowie vergangene und neue Technologien. Kunst und Design verschmelzen miteinander.
    Arbeiten des Trios finden sich in den Sammlungen des British Councils, des Victoria and Albert Museums und des MoMA New York.
    Troika haben bisher zwei Bücher herausgegeben: „Digital Design“ (Thames and Hudson, 2008) und „Moscow Style“ (Booth-Clibborn Editions, 2005).
    2006 erhielten Troika den „NESTA Award for innovation“ und wurden 2007 von „The Guardian“ unter den „50 hottest UK names“ gelistet.

    Digital Bauhaus or what to do when your handle comes off the coffee holder? – Digitales Bauhaus oder was macht man wenn beim Espressohalter der Griff abgeht?
    Conny Freyer wird darüber sprechen wie in der heutigen Gesellschaft ein nicht-linearer Design-Prozess dazu beitragen kann, konventionelle Vorstellungen aufzubrechen und wie mit vergangenen und zukünftigen Technologien Brücken zwischen Design und Kunst geschlagen werden können.

    „PAGE“ schreibt: »Mit Projekten wie einer elektrolumineszenten Weltzeituhr für den Flughafen Heathrow oder dem jüngst für das Designfilmfestival „onedotzero“ realisierten digitalen Zoetrop gehört Troika zur digitalen Avantgarde. Spannend sind nicht nur die inhaltliche und gestalterische Konzeption, sondern auch die dahintersteckenden Technologien.«

    Vortrag

    Donnerstag, 5. November 2009, 19 Uhr

    rAndom International

    rAndom International wurde 2002 von Stuart Wood, Flo Ortkrass und Hannes Koch mit der Vision gegründet, einzigartige und experimentelle Kunst und Designprojekte zu schaffen. Nach Arbeiten für Olafur Eliasson, Philips Design und BBC Research Laboratories entschlossen sie sich 2005 ihr eigenes Studio aufzubauen. Mit dem bekannten Lichtdesigner Ingo Maurer, mit dem sie zusammen in Mailand und New York ausgestellt haben, verbindet sie eine andauernde Arbeitsbeziehung.
    In den innovativen Grenzbereichen von Wissenschaft, Kunst und Design agierend, haben rAndom International eine Reihe von Projekten und Installationen entwickelt mit dem Ziel den „kalten“ Charakter des Digitalen durch einen haptischen Zugang zu Technologie neu zu deuten.
    Für ihre Projekte haben sie zahlreiche Preise erhalten wie den Creative Future Awards 2005. Im April 2009 wurde ihre erste permanente Installation „Mirrors“ am Berkeley Square in London eröffnet. 2005–2008 unterrichteten sie am Royal College of Art und momentan am Ravensbourne College of Communication.

    The Behaviour of Objects or the secret life of the paper weight –

    Das Verhalten von Objekten oder das geheime Leben des Briefbeschwerers

    „Dieses Thema begann unsere Arbeit vor ungefähr einem Jahr zu beeinflussen und interessiert uns weiterhin. Wir sind dabei eine 18-monatige Recherche mit Verhaltens- und Wahrnehmungsforschern zu beginnen. Diese findet im Kontext eines Projektes mit dem Choreographen WayneMcGregor von RANDOM Dance statt, welches auf der Zusammenarbeit während der „Audience“-Installation im letzten Jahr aufbaut. Im Zusammenhang mit einem neuen Projekt für die „Decode“-Ausstellung im Victoria and Albert Museum, die im Dezember 2009 beginnt, untersuchen wir die Anwendung von sehr einfacher künstlicher Intelligenz in einer Lichtinstallation.“

    Vortrag

    Donnerstag, 12. November 2009, 19 Uhr

    Kieran Long, Architect’s Journal & Architectural Review

    Kieran Long ist seit Juli 2007 Redakteur und seit Januar 2009 Chefredakteur von „Architects‘ Journal“ und „Architectural Review“. Davor war er dreieinhalb Jahre Architekturkritiker bei dem Magazin „Icon“ und Redakteur bei „Building Design“ und „World Architecture“. Seine Texte erschienen u.a. auch in „The Guardian“, „Independent“, „Art Review“, „Wallpaper“, „GQ Style“, „Modern Painters“, „Baumeister“ (Deutschland), „A+V“ (Spanien), „The Architects Newspaper“ (USA), „Dwell“ (USA), „C3“ (Korea), „Forum AID“ (Schweden) und „Rum“ (Schweden).
    Er unterrichtete Designgeschichte und Architekturtheorie u.a. in Greenwich, Kingston, Bath, am London Metropolitan und dem Royal College of Art.
    Als Kurator organisierte er die „In Your Backyard“ Ausstellung über zeitgenössisches Bauen in der „Ideal Home Show“ in Earls Court 2007 und ist dabei eine Ausstellung über neue UK Architecture in der Aedes Galerie in Berlin zu kuratieren.
    Er ist der Autor von bisher drei erschienenen Büchern: „New London Interiors“ (Merrell, 2003), „Architects Today“ (Laurence King, 2004) und „Hatch: the new architectural generation“ (Laurence King, 2008).
    2004 gewann er den IBP Architectural Critic of the Year Preis.

    Activist creative practice in London –
    Aktivistische kreative Praxis in London

    „London ist die vollendete kapitalistische Stadt. Wenige der kreativen Lücken, die in Berlin existieren, existieren hier. Sie ist teuer und geprägt vom Wettbewerb – ein Ort des Kommerzes.
    Aber neue Projekte schaffen eine neue Art des öffentlichen Lebens in diesen ungünstigen Umständen. Die meisten werden von einer kreativen Community geschaffen, die ursprünglich nicht aus London kommt. Diese Community sieht keinen Grund für die unzivilisierte Einstellung der Stadt zu öffentlichen Orten, Geselligkeit, zufälligem Zusammentreffen und Vergnügen.
    Die Architekten, Künstler und Designer beanspruchen Londons Freiflächen neu. Aber was wird ihr Vermächtnis sein? Werden diese Pavillions, Bars, Mühlen, Baldachine und Teppiche an Sponsoren verkauft? Oder bleiben sie weiterhin unabhängig und postulieren eine neue Art öffentliche Räume zu schaffen, in einer Stadt die wenig davon hat?
    Ich nenne sie „Aktivisten“, weil sie eine neue politische Einstellung repräsentieren, die nicht mit der traditionellen links/rechts Polarisierung korrespondiert. Die Projekte resultieren genauso aus Langeweile, Überfluss und Hedonismus wie aus Philanthropie. Der Vortrag wird den Auswirkungen von temporären, lustvollen Gebäuden und Installation nachgehen.“

    Vortrag

    Donnerstag, 19. November 2009, 19 Uhr

     

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